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Impact Acoustic Gründer Sven Erni und Jeffrey Ibanez

Luzerner Start-up Impact Acoustic produziert Raumakustik-Produkte aus wiederverwerteten PET-Flaschen

30. September 2021 | 13:10 Autor: Impact Acoustic Schweiz

Luzern (CH) Das Luzerner Start-up Impact Acoustic stellt aus wiederverwerteten PET-Flaschen Raumakustik-Produkte her. Die Idee, aus Wegwerfartikeln Trennwände, Akustikdecken oder schalldämmende Wände für Büros herzustellen und dabei die Umwelt ein Stück sauberer zu machen, ist ein voller Erfolg. Doch mit der Expansion kommen globale Konzerne auf die Kundenliste, welche die Verursacher sind für die Umweltverschmutzung durch PET-Flaschen. Die beiden Gründer haben entschieden, ab dem 1. Oktober die grössten Getränkehersteller Nestlé, Coca-Cola, Pepsico, Danone und Suntory nicht mehr zu beliefern. Im Bewusstsein, die eigenen Produkte irgendwann überflüssig zu machen.

Jede Minute verbraucht die Menschheit über eine Million PET-Getränkeflaschen. Das sind weit über eine Milliarde Flaschen – jeden Tag. Davon werden nur rund 16% gesammelt und ein noch viel kleinerer Bruchteil davon überhaupt wiederverwertet. Die allermeisten Plastikflaschen landen am Ende ihrer kurzen Lebensdauer auf einer Müllkippe, in einer Verbrennungsanlage oder werden achtlos in die Natur geworfen und sind dort in hunderten von Jahren noch sicht- und spürbar. Vielfach werden die Flaschen auch einfach in ärmere Länder exportiert und das Problem so aus der Welt geschafft. An eine sinnvolle Wiederverwertung aller Milliarden von Flaschen ist nicht zu denken. Impact Acoustic rezykliert jährlich, trotz globaler Expansion und grossen Anstrengungen, gerade einmal 16 Minuten eines ganzen Jahresverbrauches an Flaschen. Der weltweite, unachtsame Verbrauch von Getränkeflaschen muss sofort gestoppt werden.

Weltweites Verbot von Plastikflaschen
Deshalb setzen sich die beiden Gründer Sven Erni und Jeffrey Ibanez mit Vehemenz dafür ein, die Plastikflaschen weltweit zu verbieten. «In Europa Mineralwasser aus Plastikflaschen zu trinken, macht keinen Sinn», sagt Sven Erni. «Wir haben hier in der Schweiz das beste Wasser weltweit und dennoch werden täglich tausende von Flaschen von Trinkwasser produziert, transportiert und schliesslich achtlos entsorgt.» Ein Verbot hätte zur Folge, dass die Impact-Acoustic-Produkte irgendwann überflüssig werden. «Darauf arbeiten wir hin.», sagt Erni. «Der Schutz der Natur steht bei uns an oberster Stelle und ist für uns der Grund, warum wir das Unternehmen erst gegründet hatten.» Die Mission sei erst zu Ende, wenn die Probleme rund um die Plastikproduktion und Verschwendung gelöst seien.

Freiwilliger Verzicht auf Umsatz
Ein erster Schritt dahin ist, dass Impact Acoustic die Belieferung von Akustikprodukten an die fünf grössten Getränkeherstellern – zugleich die grössten Umweltverschmutzer im Bereich der Plastikflaschen – stoppen. Global gesehen sind das Coca-Cola, Pepsico, Suntory, Danone und das Schweizer Unternehmen Nestlé. Impact Acoustic verzichtet so freiwillig auf künftige eingeplante Umsätze von bis zu einer Million Franken im Jahr in der Hoffnung, das Problem rund um die Flaschen werde so in den nächsten Jahren von Politik und Wirtschaft endlich angepackt.


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