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Vetropack mit Nettoerlösen von 328,8 Millionen Schweizer Franken im 1. Halbjahr

25. August 2020 | 11:09 Autor: Vetropack Schweiz

Bülach (CH) Auch die Schweizer Vetropack-Gruppe war in der ersten Hälfte des Berichtsjahrs von der weltweiten Covid-19-Pandemie betroffen. Die Nettoerlöse betrugen CHF 323,8 Mio., 10,4 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode (Vorjahr: CHF 361,2 Mio.). Währungsbereinigt betrug die Reduktion 5,6 Prozent. Das EBIT sank um 14,8 Prozent auf CHF 40,9 Mio. (Vorjahr: CHF 48,0 Mio.*). Der operative Konzerngewinn blieb nahezu auf Vorjahr; der ausgewiesene Gewinn stieg aufgrund des Verkaufs einer nichtbetriebsnotwendigen Immobilie auf CHF 46,3 Mio. (Vorjahr: CHF 37,9 Mio.*).

Die Vetropack-Gruppe verkaufte im ersten Halbjahr 2,35 Mia. Stück Verpackungsglas, 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr (2,59 Mia. Stück). Die konsolidierten Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen erreichten CHF 323,8 Mio. (Vorjahr: CHF 361,2 Mio.), eine Reduktion von 10,4 Prozent. In lokalen Währungen betrug diese lediglich 5,6 Prozent. Da vor allem tiefpreisigere Produkte wie Glasflaschen für Bier, Mineral- und Süssgetränke von der Reduktion betroffen waren, stieg der Durchschnittspreis der verkauften Glasverpackungen.

Aufgrund der Kapazitätsdrosselungen produzierte die Vetropack-Gruppe im ersten Halbjahr 725'000 Tonnen (Vorjahr: 730'000 Tonnen). Der Lagerstand erhöhte sich im ersten Halbjahr COVID-19 bedingt auf CHF 16,1 Mio.

Die Vetropack-Gruppe reagierte rasch und effektiv auf die Covid-19-Pandemie: Der Schutz der Mitarbeitenden wurde gruppenweit koordiniert und lokal umgesetzt. Die Zulieferung von Rohmaterialien und die Lieferung von Glasbehältern wurden sichergestellt.

Dank des Vetropack-Netzwerks mit acht Produktionsstätten und den engagierten Mitarbeitenden gelang es, den Produktionsprozess unterbrechungsfrei und sicher zu halten. Zudem wurde eine stringente Kostenkontrolle eingeführt. Das führte neben tieferen Energiepreisen zu Einsparungen in allen Bereichen. Beispielsweise wurden die Überzeiten- und Ferienguthaben der Mitarbeitenden abgebaut und die Lieferkosten optimiert. Angesichts dieser umfassenden Massnahmen erreichte die Vetropack-Gruppe ein konsolidiertes EBIT von CHF 40,9 Mio. (Vorjahr: CHF 48,0 Mio.*). Die EBIT-Marge betrug 12,6 Prozent (Vorjahr: 13,3 Prozent).

Der konsolidierte Semestergewinn erreichte CHF 46,3 Mio. (Vorjahr: CHF 37,9 Mio.*), 22,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gewinnmarge betrug 14,3 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent). Im ersten Halbjahr wurde eine nichtbetriebsnotwendige Immobilie im Kanton Zürich, Schweiz, verkauft. Der einmalige Verkaufserlös vor Steuern war CHF 11,7 Mio.

Der Cash-Flow betrug CHF 75,5 Mio. (Vorjahr: CHF 81,6 Mio.*); die Cash-Flow-Marge lag bei 23,3 Prozent der Nettoerlöse (Vorjahr: 22,6 Prozent). Die Vetropack-Gruppe beschäftigte im Berichtszeitraum 3414 Mitarbeitende (Vorjahr: 3346).

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2020
Aufgrund der Pandemie-Situation und deren immer noch unklaren Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft sowie auf die Nachfrage nach Glasverpackungen ist ein Ausblick auf die kommenden Monate schwierig. Aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung der wieder geöffneten Gastronomiebetriebe gehen wir davon aus, dass die Vetropack-Gruppe im zweiten Halbjahr das Absatzvolumen im Vergleich zum ersten Halbjahr leicht steigert. Um den hohen Lagerbestand zu reduzieren wird im zweiten Halbjahr die Produktionskapazität weiter gedrosselt. In der Folge wird die Produktionseffizienz abnehmen. Dies wird die Wertschöpfung im zweiten Halbjahr negativ beeinflussen. Für das Gesamtjahr dürfte deshalb die Betriebsgewinnmarge das Vorjahr nicht ganz erreichen.

* Im österreichischen Produktionswerk Kremsmünster wurden in den Jahren 2010 bis 2019 die Abwassermengen fehlerhaft erfasst. Dies führte dazu, dass dem Werk zu tiefe Kanalgebühren belastet wurden. Deshalb kommt es im Jahr 2020 zu einer Nachbelastung von netto CHF 3,8 Mio. Aus Gründen der Vergleichbarkeit und der Transparenz wurden die Vorjahreszahlen angepasst (siehe auch Vetropack Semesterbericht 2020, Erläuterungen, 3. Korrektur Vorjahreszahlen).

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