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Swatch mit Nettoumsatz von 3.392 Millionen Franken im ersten Haljahr 2021

13. Juli 2021 | 08:30 Autor: Swatch Schweiz

Biel (CH) Swatch verzeichnet im ersten Halbjahr einen Nettoumsatz von CHF 3.392 Mio. Der Betriebsgewinn lag bei CHF 402 Mio. (VJ: -327). Das Segment Uhren & Schmuck (ohne Produktion) lässt mit einer starken operativen Marge von 17% aufhorchen. Der Konzerngewinn lag bei CHF 270 Mio., der operative Cash Flow bei CHF 519 Mio. Die bereits hohe Konsumlust wird durch die weiteren Covid Lockerungen in vielen Märkten zusätzliches Wachstum generieren. Swatch Group erwartet für die zweite Hälfte des Jahres 2021 einen im Vergleich zu 2019 höheren Umsatz in Lokalwährungen.

Zu konstanten Währungen lag der Nettoumsatz des Konzerns im 1. Halbjahr 2021 -12.3% unter 2019. Die währungsbedingte Umsatz- einbusse gegenüber 2019 betrug CHF 185 Mio oder -4.5%. Der Uhren- und Schmuckbereich (ohne Produktion) erzielte eine operative Marge von 17.0%, höher als im 2019 mit 15.6%.

Die Umsatzerholung beschleunigte sich von Monat zu Monat. Hohe Wachstumsraten wurden vor allem in China, Macao, USA und Russland erzielt. Ein überdurchschnittliches Wachstum in den eigenen Retailgeschäften wurde parallel zum ebenfalls sehr starken Anstieg des E-Commerce verzeichnet, was die Wichtigkeit der physischen Geschäfte, sowie dem E-Commerce als separaten und zu- sätzlichen Verkaufskanal einmal mehr bestätigt. Die Verkäufe in den Flughäfen und an den Reisedestinationen blieben im 1. Halbjahr 2021 noch deutlich unter 2019.

Schrittweiser Anstieg in der Produktion
Die Auftragslage des Produktionsbereichs verbesserte sich ebenfalls signifikant. In den Gesellschaften wurden die Aktivitäten wieder auf Normalniveau hochgefahren und die Kurzarbeit beendet. Im 1. Halbjahr 2021 resultierte in der Produktion noch ein operativer Verlust. Die Produktionskapazitäten werden in der zweiten Hälfte des Jahres wieder voll ausgelastet sein.

Starke Entwicklung der Elektronischen Systeme
Die Hauptaktivitäten dieses Segments mit Renata, EM Microelectronic-Marin und Micro Crystal haben sich trotz der negativen Wäh- rungssituation dank der sehr hohen Nachfrage an den elektronischen Hightechprodukten und Komponenten, sowie den Knopfzellen- batterien sehr gut entwickelt. Zu konstanten Wechelkursen lag der Umsatz +14.3% über dem Vorjahr, respektive +4.6% über 2019. Der Auftragsbestand per Ende Juni 2021 lag 50% über dem Vorjahr.
 
Personal
Der Personalbestand verringerte sich seit Ende 2020 leicht um -2.7% auf 31 545 Personen. Die Reduktion betraf insbesondere die Schliessung von 135 Retailgeschäften. Im 1. Halbjahr 2021 wurden jedoch auch 36 neue Geschäfte an erfolgsversprechenden Lagen eröffnet.

Finanzsituation
Der operative Cash Flow nach Steuern erreichte mit CHF 519 Mio den höchsten Halbjahreswert seit 5 Jahren und lag 38.0% über dem 1. Halbjahr 2019. Der Free Cash Flow1) hat sich gegenüber der Vergleichsperiode 2019 verdoppelt auf CHF 380 Mio. Die sehr hohe Nettoliquidität2) von CHF 1 975 Mio per Ende Juni 2021 gibt der Swatch Group genügend Spielraum für mittel- und langfristige Investi- tionen.

Der Konzern ist schuldenfrei und finanziert alle Liegenschaften aus Eigenmitteln, wie z.B. die Gebäude an den exklusiven Lagen in Tokyo (Ginza), Zürich (Peterhof), Milano (Omega) oder Düsseldorf (Harry Winston Salon). Ebenfalls ist kein erworbener Goodwill aus Unternehmensübernahmen in der Bilanz aktiviert. Dieser wurde direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Ausblick zweites Halbjahr 2021

Aufgrund der deutlich beschleunigten Umsatzsteigerung im 2. Quartal und insbesondere im Monat Juni, erwartet Swatch Group im 2. Halbjahr weiteres starkes Wachstum in Lokalwährungen mit Umsätzen über dem Niveau von 2019. Die angekündigten Lockerungen der Covid Massnahmen in Europa und in asiatischen Ländern, sowie die Wiederaufnahme des Tourismus in vielen Regionen, werden für zusätzlichen Schub der Verkäufe sorgen.

Markenhighlights in Kurzform:

  • Schmuck von Harry Winston sehr stark nachgefragt. Eröffnung von drei neuen Flagship-Stores in Beijing, Shenzhen und Milano.
  • Anhaltend starke Performance von Blancpain führt zu grossen Lieferrückständen und der Herausforderung, die Produktionskapazi- täten schnell zu erhöhen.
  • Die Olympischen Sommer-Spiele in Tokyo werden am 23. Juli eröffnet. Omega wird als offizieller Zeitnehmer wiederum weltweit in allen Medien sichtbar sein. Im September wird Omega, mit dem globalen Kinostart des neuen James Bond Films No Time To Die, ebenfalls eine sehr starke Präsenz mit der James Bond Seamaster Co-Axial Master Chronometer zeigen.
  • Nach der erfolgreichen Lancierung in China und den USA, wird die Tissot T-Touch Connect Solar in weiteren Märkten, wie z.B. Japan eingeführt. Zudem wird sie ebenfalls mit neuen zusätzlichen Funktionen ausgestattet, wie beispielsweise der Möglichkeit, Live- Ergebnisse von NBA-Spielen oder Radrennen zu empfangen, von denen Tissot Partner ist.
  • Swatch hat die neuen Bioplastic- und Bioceramic-Modelle sehr erfolgreich im Markt lanciert und wird die Produktionskapazitäten in den nächsten Monaten laufend erhöhen.

Die Technologiefirmen des Segments Elektronische Systeme verzeichnen zur Zeit einen ausserordentlich guten Auftragsbestand. Der aktuell riesige Bedarf an Mikrochips hat zu einer weltweiten Knappheit geführt. EM Microelectronic-Marin, einer der wenigen euro- päischen Produzenten von Chips mit sehr geringem Stromverbrauch, profitiert von dieser Situation und hat sich Zugang zu neuen Märkten und Kunden geschaffen.

Swatch Group wird am Standort Marin über die nächsten Jahre massiv in die Erweiterung von Produktionskapazitäten investieren. Dies bestätigt das starke Bekenntnis des Konzerns zum Industrie- und Innovationsstandort Schweiz, auch im Bereich der Mikroelektronik.

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