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Schweizer Exporte nach China wachsen – Chinas wirtschaftliche Erholung weiterhin unausgewogen

Schweizer Exporte nach China wachsen – Chinas wirtschaftliche Erholung weiterhin unausgewogen

07. Juni 2021 | 12:09 Schweiz

Shanghai (CHN) Von Januar bis April 2021 hat die Schweiz Waren im Wert von 6,8 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong exportiert. Das ist ein Plus von 26,6 % im Jahresvergleich, und ein Plus von 14,9% im Vergleich zu 2019. Chinas Wirtschaft wächst, aber die Erholung von der Pandemie ist unausgewogen. Während industrielle Aktivität und Handel stark zulegen, hinken der Dienstleistungssektor und die Konsumation hinterher.

Die Schweizer Exporteure blicken nach Fernost: In den ersten vier Monaten 2021 wuchsen die Schweizer Ausfuhren nach China (inkl. Hongkong) um 26,6 Prozent im Jahresvergleich auf ein Volumen von 6,8 Milliarden Schweizer Franken, laut aktuellen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung.[1] «Im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 bedeutet dies ein starkes Wachstum von 14,9 Prozent. Wenn wir die beiden Jahre zusammen betrachten, scheint es aus Schweizer Sicht, als ob China gar keine Pandemie zu meistern hatte», analysiert Nicolas Musy, Delegierter des Verwaltungsrats des Swiss Centers China (SCC), einer Nonprofit-Organisation, die Markteintrittshürden für Schweizer Unternehmen in Asien beseitigt.

Mit einem Exportvolumen von 6,8 Milliarden Schweizer Franken von Januar bis April 2021 bleibt China (inkl. Hongkong) der drittgrösste Exportmarkt für die Schweiz, hinter den Vereinigten Staaten (14,7 Mrd. CHF) und Deutschland (14,6 Mrd. CHF), vor Italien (4,8 Mrd. CHF) und Frankreich (4,3 Mrd. CHF). Im Segment der Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie ist China und Hongkong mit einem Exportvolumen von drei Milliarden Schweizer Franken der wichtigste Markt für die Schweiz – mit einem beeindruckenden Wachstum von 75 Prozent im Jahresvergleich.

Markt Nummer 1 für Schweizer Uhren
Betrachtet man die Uhrenexporte alleine, ergibt sich ein ähnliches Bild: In den ersten vier Monaten 2021 exportierte die Schweiz Uhren im Wert von 1,68 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong – ein Plus von 67 Prozent im Jahresvergleich, und ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich zu 2019. Der zweitgrösste Importeur von Schweizer Uhren sind die Vereingten Staaten (899 Mio. CHF). China und Hongkong importieren Schweizer Uhren in einem ähnlichen Volumen wie die Märkte USA, Deutschland, Frankreich und Italien zusammen (1,7 Mrd. CHF).

Chinas boomender Luxusmarkt
Während Hongkong traditionell einer der grössten Importeure Schweizer Uhren ist, wurde das aktuelle Wachstum vor allem durch das chinesische Festland angetrieben. In den ersten vier Monaten 2021 explodierten die Schweizer Uhrenexporte ins chinesische Festland um fast 98 Prozent im Jahresvergleich auf ein Volumen von 989 Millionen Schweizer Franken, während die Ausfuhren nach Hongkong um 37 Prozent auf 695 Millionen Schweizer Franken zunahmen.

"Der chinesische Luxusgütermarkt wuchs 2020 um 48 Prozent auf fast 54 Milliarden US-Dollar. Die Hauptgründe für diesen rasanten Anstieg waren der fast komplette Stop internationaler Reisen und die Heimkehr von wohlhabenden Chinesen aufgrund der Pandemie-Situation auf der ganzen Welt. Ohne das Reisen standen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung, und chinesische Konsumenten haben inländische Kanäle für ihre Luxus-Käufe entdeckt, anstatt ihr Geld während des Urlaubs oder der Geschäftsreise auszugeben", erklärt Zhen Xiao, Geschäftsführer der Swiss Centers Group.  

"Es ist durchaus möglich, dass diese Änderung auch dann bestehen bleibt, wenn die internationalen Reisen wieder aufgenommen werden. China verwandelt die Provinz Hainan in einen Freihandelshafen, mit dem Ziel, ein Einkaufsparadies mit zollfreien Geschäften für Touristen zu schaffen. Internationale Luxusmarken inklusive Schweizer Uhrenmarken eröffnen dort ihre Flagshipstores."

Chinas wirtschaftliche Erholung

Die SCC-Fachleute sind überzeugt: China wird auch weiterhin eine wachsende Rolle als Handelspartner für die Schweiz spielen. Nicolas Musy: "Der chinesische Aussenhandel wuchs in den ersten vier Monaten 2021 in Rekordgeschwindigkeit. Die starken Exporte haben zu Chinas rascher Erholung von der Pandemie beigetragen. Sie sind ein Ergebnis davon, dass China seit Mitte 2020 Lockdowns erfolgreich vermeiden konnte." In den ersten vier Monaten 2021 stiegen die Exporte des chinesischen Festlands um 44 Prozent im Jahresvergleich (975 Mrd. USD), mehr als von den meisten Beobachtern prognostiziert wurde. Auch wenn man in Betracht zieht, dass die Ausfuhren im selben Zeitraum 2020 im Vergleich zu 2019 aufgrund der Pandemie um neun Prozent zurückgingen, ergibt sich über den Zeitraum von zwei Jahren immer noch ein Exportwachstum von mehr als 30 Prozent.

"Der Hauptgrund für diesen positiven Exporttrend ist der Anstieg der Auslandsnachfrage. Die Fertigungsindustrien in Europa und den Vereinigten Staaten erholen sich und Konjunkturprogramme führten zu steigenden Importen aus China", erklärt Nicolas Musy. "Zusätzlich hat China von der stark steigenden weltweiten Nachfrage nach medizinischen Produkten, Produkten und Geräten für die Haushalts-Renovierung, sowie Home-Office-Equipment profitiert."

Im ersten Quartal 2021 wuchs Chinas Industrieproduktion mit höherer Wertschöpfung, ein wichtiger Indikator für die Fertigungsaktivitäten, um 24,5 Prozent im Jahresvergleich. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019, vor Covid, nahm die Produktion der grössten Industriebetriebe um 14 Prozent zu.

Konsumation hinkt hinterher
Während die Industrieproduktion Chinas Erholung antreibt und Luxuskäufe boomen, nehmen die allgemeinen Konsumausgaben deutlich langsamer zu als erwartet. So sind Restaurant-Umsätze noch zwei Prozent unter dem prä-Pandemie Level. Und während die Einzelhandelsumsätze im Januar um vier Porzent höher waren als - vor der Pandemie - im Januar 2020, war das Wachstum im Jahresvergleich in vergangenen Jahren normalerweise doppelt so hoch. Im Monatsvergleich nahmen die Einzelhandelsumsätze im April um nur 0,3 Prozent zu. Auch das ist nur die Hälfte des durchschnittlichen Wachstums vor der Pandemie von 0,7 Prozent.

Zhen Xiao: "Ein wichtiger Grund dafür ist, dass es für die aufgrund der Pandemie verringerten Einkommen der Arbeitnehmer im Jahr 2020 keine ausreichende Kompensationen der Regierung gab. Daraus resultiert, dass Haushalte mit geringerem Einkommen, also ein grosser Teil der Arbeiterschaft, weniger konsumieren und mehr sparen."

"Das hängt mit der Art und Weise zusammen, wie die chinesische Regierung traditionellerweise die Wirtschaft managt. Auf einen Abschwung wird mit grossen, von Bankkrediten finanzierten Investitionsprojekten reagiert, die die Industrieproduktion antreiben", sagt Nicolas Musy. "Aber die finanziellen Risiken durch steigende Kredite sind höher geworden. Deswegen gibt Peking darauf Acht, die Schuldenlevels im Rahmen zu halten. Während der Internationale Währungsfond IWF für 2021 ein BIP-Wachstum von 8,4 Prozent erwartet, könnten wir im zweiten Halbjahr eine Abkühlung der Konjunktur sehen."

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