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Dr. Daniel Feuerstein, CEO von Hanafsan

HANAFSAN: CBD-Hanf-Produkte mit außergewöhnlicher Wirkung

20. Juli 2021 | 10:16 Autor: Viktoria Preining | WIRTSCHAFTSZEIT Startseite, Liechtenstein, Burgenland, Schweiz, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Wien, Tirol, Vorarlberg

Krankheiten heilen mit Hilfe der Hanfpflanze – das ist das Ziel von Dr. Daniel Feurstein. Mit seinem pharmazeutischen Unternehmen Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH vertreibt er unter der Marke HANAFSAN CBD-Hanf-Kosmetik Produkte und Bio-Hanf-Nahrungsmittel. Die Wirtschaftszeit hat den studierten Biologen zum Interview getroffen.

Zwei Dinge sind es, die Dr. Daniel Feurstein besonders auszeichnen: sein Unternehmergeist und sein großes Interesse für die Naturwissenschaften, im Speziellen für die Naturmedizin. Ersteres hat sich schon in seiner Kindheit herauskristallisiert: "Ich war bereits als kleiner Bub unternehmerisch tätig. Zum Beispiel habe ich in der Nachbarschaft Birnen und Äpfel gesammelt und dann gepresst, den Saft habe ich schließlich verkauft."

Was ihn an den Naturwissenschaften fasziniert? "Wir müssen zurück zu dem was die Natur uns zu bieten hat. Wir sind Teil der Evolution und auch pharmakologisch betrachtet gibt es hunderte Beispiele wie potent, gefährlich und nützlich zugleich natürliche Wirkstoffe sein können – man denke an den kosmetischen Einsatz von Botox, ein Toxin aus dem Bakterium Clostridium botulinum, oder an extrahierte Wirkstoffe aus Schlangengiften zur Blutdrucksenkung. Und auch bei der Kultur- und Arzneipflanze Hanf besteht enormes Potential. Begründet durch Jahrtausende alte Überlieferungen und neueste wissenschaftliche sowie klinische Erkenntnisse. Es ist einfach phänomenal, wie man mit natürlichen Molekülen den körpereigenen biochemischen Baukasten beeinflussen kann", sagt der studierte Biologe.  

Cannabidiol (CBD) bei epileptischen Anfällen
Phänomenal ist auch die pharmakologische Wirkung des nicht-psychoaktiven Cannabinoids CBD. "Eines Tages kam eine junge Familie mit einem neun Monate alten Kind zu mir, das täglich 20 bis 30 epileptische Anfälle hatte. Das Kind brauchte rund um die Uhr Betreuung und konnte aufgrund seines jungen Alters keine Antiepileptika einnehmen. Basierend auf Studien aus den USA konnte ich mit Cannabidiol den Eltern etwas Hoffnung an die Hand geben.

Auch der behandelnde Neurologe war aufgrund der Handlungsunfähigkeit nach einigen Gesprächen bereit, den Wirkstoff im gesetzlichen Rahmen zu verordnen. Mit Erfolg! "Dank der öligen CBD-Lösung haben sich die Anfälle des Kindes dann auf zwei bis drei pro Woche reduziert", sagt der 41-jährige Vorarlberger.  

Die Nachfrage nach CBD-Produkten ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH hebt sich als pharmazeutisches Unternehmen jedoch von vielen Mitbewerbern ab, außerdem sind die meisten Produkte biozertifiziert und die eigene Herstellung von der Wirtschaftskammer ausgezeichnet – mit dem Qualitätssiegel "Kosmetik-Hersteller mit geprüftem Know-how".

Hanf – vielseitig und vielfältig

"Was mich an der Pflanze Hanf interessiert, ist ihre Vielseitigkeit und Vielfältigkeit. Hanfsamen ist extrem wertvoll an hochwertigen Ölen und Fetten. Für uns als Pharmaunternehmen sind natürlich die Wirkstoffe besonders interessant. Der vieldiskutierte psychoaktive Wirkstoff THC hat auch einen großen therapeutischen Nutzen. Es ist schade, wenn dieser Wirkstoff nur auf das Kiffer-Image reduziert wird. Für die Medizin ist dieser Wirkstoff auf jeden Fall von Bedeutung", sagt Feurstein, dessen Fokus jedoch auf CBD liegt. "Es gibt ungefähr 100 verschiedene Cannabinoide – da schlummert ein großer pharmazeutischer Schatz. Das ist für mich als Wissenschaftler und Unternehmer besonders interessant."

Wie wirkt CBD nun? "Als Arzneimittel eingesetzt: Hier wirkt CBD hauptsächlich schmerzlindernd, entzündungshemmend, und entkrampfend. Der zweite große Anwendungsbereich ist der Kosmetiksektor. Hier wirkt CBD unter anderem talgreduzierend, antioxidativ und pflegend", so Feurstein.

Dr. Feursteins Jackpot
Das erste Mal mit CBD in Kontakt kam Dr. Daniel Feurstein im Zuge seiner Krebsforschung in den USA. "Wir haben an Gehirntumoren geforscht und unzählige Wirkstoffe getestet. Mit CBD haben die Tumorzellen schließlich aufgehört sich zu teilen. Solche Sachen sind für einen Wissenschaftlicher wie ein Jackpot. 

Woher das negative Image von Cannabis (latein für Hanf) stammt ist eine eigene Geschichte die gut dokumentiert ist – ein Paradebeispiel wie Lobbyismus funktioniert. Auf der anderen Seite steht der negativen Anheftung auch viel positives Gedankengut entgegen. Gerne verweise ich auf die vielen Straßennamen, die das Wort 'Hanf' im Namen tragen. In Vorarlberg gibt es zum Beispiel zahlreiche Straßen die "Hanfland" heißen – offensichtlich was hier früher passierte", sagt Feurstein.

Die Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH betreibt er nun seit 2017. Gemeinsam mit seinen sechs Mitarbeitern hat er ein ganz klares Ziel: ein Arzneimittel auf Cannabinoid-Basis zu entwickeln, dieses in der EU zuzulassen, um Patienten schlussendlich eine wirkende Alternative schaffen zu können. Mit diesem klaren Ziel vor Augen trotzt er auch manchem Gegenwind, dem ihm von einigen Seiten entgegenweht.

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Hanafsan | Dr. Feurstein Medical Hemp GmbH

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