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SFS Group mit deutlicher Erholung im zweiten Halbjahr

05. März 2021 | 08:51 Autor: SFS Schweiz

Heerbrugg (CH) Die SFS Group erzielte – getragen von einer deutlichen Erholung der Nachfrage und saisonalen Effekten – im zweiten Halbjahr ein organisches Wachstum von 3.7%. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2020 lag bei CHF 1'705 Mio. Die höhere Auslastung der Produktionskapazitäten und striktes Kostenmanagement sowie Mixeffekte stärkten die Ertragskraft im zweiten Semester. In der Berichtsperiode hat SFS einen Betriebsgewinn von rund CHF 227 Mio. erarbeitet, was einer EBIT-Marge von 13.3% entspricht.

Während die Nachfrage im ersten Halbjahr aufgrund der COVID-19-Pandemie teils markant zurückgegangen war, trat ab den Sommermonaten in verschiedenen Endmärkten und Regionen eine deutliche und anhaltende Erholung der Nachfrage ein. Besonders die automobilnahen Bereiche, welche im ersten Semester stark vom Nachfrageeinbruch und Werkschliessungen bei wichtigen Kunden betroffen waren, zeigten eine deutliche Erholung. Profitiert hat die Umsatzdynamik im zweiten Semester auch von erfolgreichen Produkthochläufen mit Kunden im Bereich der Elektronikindustrie.

Im Vergleich zur Vorjahresperiode wuchs der Umsatz im zweiten Halbjahr organisch um 3.7%. Für das erste Semester betrug der organische Umsatzrückgang noch –10.4%. Auf das Gesamtjahr bezogen resultiert ein negatives organisches Wachstum von –3.2%. Konsolidierungseffekte trugen 3.0% zum Jahresumsatz bei, während Währungseffekte die Entwicklung mit –4.1% bremsten. Der Bruttoumsatz für das Geschäftsjahr 2020 erreichte CHF 1'704.9 Mio.

Die Umsatzsteigerung der SFS Group im zweiten Semester ist zum grössten Teil auf die Erholung im Segment Engineered Components (EC) zurückzuführen, welches über 50% zum Gesamtumsatz beisteuert. Mit der Ausrichtung auf industrielle Anwendungen, insbesondere auf die Automobilindustrie, war das Segment EC im ersten Halbjahr besonders stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Ab Juli setzte eine Erholung ein, welche im Verlauf des zweiten Semesters an Dynamik gewann und in den automobilnahen Bereichen besonders ausgeprägt war. Die Entwicklung profitierte zusätzlich von sehr erfolgreichen Produktlancierungen wichtiger Kunden im Bereich der Elektronikindustrie. Das organische Wachstum der Division Medical stützte die Segmententwicklung. Herausfordernd bleibt die Situation aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Restriktionen im Bereich Aircraft.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr stieg der Umsatz im zweiten Semester auf Segmentebene markant um 36.3% an. Der Jahresumsatz erreichte CHF 898.3 Mio., was einem Rückgang um –6.1%, im Vergleich zum Vorjahr, entspricht. Die negativen Währungseffekte von –4.7% wurden teilweise durch die positiven Konsolidierungseffekte im Umfang von 2.6% kompensiert.

Fastening Systems: Von robuster Nachfrage im Baubereich profitiert
Die Division Construction, ausgerichtet auf die Bauindustrie, unterlag im ersten Semester weniger harten Pandemie-bedingten Einschränkungen und war nur geringfügig von einem Nachfragerückgang betroffen. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte konnte die Division Construction den Umsatz auf dem Vorjahresniveau halten. Die Division Riveting, die vorrangig auf Anwendungen in industriellen und automobilnahen Bereichen ausgerichtet ist, musste hingegen einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen.

Der Umsatz im Segment FS betrug in der Berichtsperiode CHF 489.7 Mio., was einem Umsatzrückgang von –1.7% im Vergleich zu 2019 entspricht. Positive Konsolidierungseffekte trugen 6.0% zur Umsatzentwicklung bei, während negative Währungseffekte im Umfang von –5.3% belasteten.

Distribution & Logistics: Stabile Entwicklung durch diversifizierte Absatzkanäle ermöglicht
Das Segment Distribution & Logistics (D&L) beliefert vorrangig Kunden aus dem Baugewerbe und der industriellen Fertigung in der Schweiz. Die balancierte Aufstellung nach Vertriebskanälen und Produkten half die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Geschäftsgang zu beschränken. Insbesondere die gute Nachfrage in den Bereichen Baubedarf und persönliche Schutzausrüstung kompensierte die schwächere Entwicklung des Geschäfts mit Kunden aus der industriellen Fertigung. Die insgesamt stabile Entwicklung, welche sich bereits im ersten Semester gezeigt hatte, setzte sich im zweiten Semester fort.

Das Segment D&L erzielte in der Berichtsperiode einen Umsatz von CHF 316.9 Mio., was einer Reduktion gegenüber der Vorjahresperiode um –2.8% entspricht. Der Anteil der Währungseffekte am Rückgang betrug 0.6%.

Die regionale Umsatzverteilung war durch die Entwicklungen in den Endmärkten geprägt. Getragen von der starken Nachfrage in der Elektro- und Elektronikindustrie, deren Umsätze fast ausschliesslich in Asien generiert werden, wuchs der asiatische Umsatzanteil um 250 Basispunkte und lag für das Berichtsjahr bei 22.2%.

Die Umsatzentwicklung in Amerika profitierte vom Wachstum im Medizinalbereich und der soliden Entwicklung in der Bauindustrie. Akquisitionen in den Divisionen Automotive und Construction beeinflussten die positive Entwicklung mit einem Umsatzbeitrag von 10.0%. Der amerikanische Umsatzanteil lag 2020 bei 22.7%.

Dank der – in Anbetracht der Pandemie – stabilen Geschäftsentwicklung bei D&L übertraf der Umsatzanteil in der Schweiz mit 19.5% leicht den Vorjahreswert.

Einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnete SFS in ihrem grössten Absatzmarkt Europa. Während der Baubereich im 2020 eine robuste Entwicklung zeigte, hatte die Pandemie stark negative Auswirkungen auf Kunden in den Bereichen Automobil, Aircraft und Industrial – obwohl SFS ihre Marktstellung in diesen Branchen behauptet hat. Der Umsatz in Europa sank 2020 um CHF 91.1 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Umsatzanteil auf 35.4%.

Ertragskraft im zweiten Halbjahr deutlich gestärkt
Dank der anhaltenden Erholung der Nachfrage und der positiven saisonalen Effekte im zweiten Semester verbesserte sich die Auslastung der Produktionskapazitäten deutlich. Durch die höhere Auslastung, striktem Kostenmanagement und den positiven Mixeffekten nahm die Betriebsgewinn-Marge im zweiten Semester auf rund 16.8% vom Nettoumsatz zu. Das Ergebnis profitierte insbesondere von starken Resultaten im November und De-zember. Auf Basis der noch ungeprüften Zahlen geht SFS von einem Betriebsgewinn (EBIT reported) in der Höhe von CHF 227 Mio. aus, was einer gleichbleibenden EBIT-Marge, wie im Vorjahr, von 13.3% entspricht. Der Betriebsgewinn liegt in absoluten Werten unter dem Vorjahresergebnis von CHF 236.3 Mio., aber über der Mitte November kommunizierten Prognose.

Die detaillierten und geprüften Finanzzahlen zum Geschäftsjahr 2020 sowie die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 werden an der Medien- und Analystenkonferenz am 5. März 2021 online präsentiert.

28. Generalversammlung vom 22. April 2021 ohne physische Teilnahme
Aufgrund der COVID-19-Situation hat der Verwaltungsrat der SFS Group entschieden, an der 28. Generalversammlung der SFS Group AG vom 22. April 2021 als einzige Möglichkeit der Teilnahme die schriftliche oder elektronische Stimmabgabe und Vollmachterteilung an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter zuzulassen. Eine physische Teilnahme ist den Aktionärinnen und Aktionären damit nicht möglich. Die Generalversammlung wird in den Räumlichkeiten der SFS Group AG in Heerbrugg (Schweiz) im Beisein des unabhängigen Stimmrechtsvertreters und eines Vertreters der Revisionsstelle durchgeführt.

    SFS Group AG

    Rosenbergsaustrasse 8, 9435 Heerbrugg
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