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Markus Bernhard, CEO der mobilezone Gruppe

mobilezone-Gruppe mit Jahresumsatz von 1.2 Milliarden Franken

12. März 2021 | 08:26 Autor: mobilezone Schweiz

Rotkreuz (CH) mobilezone hat das Jahr 2020 trotz erheblichen Pandemie-Einschränkungen sehr erfreulich mit einem Umsatz von CHF 1.2 Milliarden und einem Konzerngewinn von CHF 34.5 Millionen abgeschlossen. Dies, obwohl der Geschäftsverlauf ab März bis Ende Jahr in den Marktgebieten Schweiz und Österreich sowie Deutschland sehr wesentlich von den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus belastet wurde. Mit einem EBIT von CHF 44 Millionen hat mobilezone das im Mai kommunizierte EBIT-Ziel von CHF 38 bis 43 Mio. sowie die Erwartungen übertroffen.
 
Nachdem die mobilezone Gruppe sehr gut ins Jahr gestartet ist und bis Mitte März bei den wichtigsten Kennzahlen im tiefen zweistelligen Bereich über den Vorjahresergebnissen unterwegs war, wurde diese sehr erfreuliche Entwicklung mit dem ersten Corona-Lockdown Mitte März abrupt gebremst. Dadurch wurde das EBIT im ersten Halbjahr mit CHF 12 Mio. und mit der in der Zwischenzeit abgeschlossenen Restrukturierung des indirekten Vertriebsgeschäftes in Deutschland (offline) mit zusätzlich CHF 4.8 Mio. belastet. Sehr erfreulich hat sich nach dem Ende des ersten Lockdowns am 11. Mai in der Schweiz und der Wiedereröffnung sämtlicher physischer Verkaufsstellen das Geschäft im Schweizer Retail entwickelt. Markus Bernhard, CEO der mobilezone Gruppe sagt: «In der Schweiz haben wir mit einem EBIT von etwas über CHF 31 Mio. das beste Ergebnis unserer über 20-jährigen Unternehmensgeschichte erreicht.» Die gute Performance vom Jahresbeginn konnte, unterbrochen von den acht Wochen Lockdown, fortgesetzt werden. Diese positive Entwicklung hat trotz Einbussen von Frequenzen im November und Dezember von 20 Prozent, bedingt durch verschärfte Massnahmen aufgrund der zweiten Corona-Welle, angehalten.

Die Vertragsabschlüsse in Deutschland über die eigenen Online-Plattformen sparhandy.de und deinhandy.de haben sich wie erwartet mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich über das ganze Jahr hinweg positiv entwickelt.

Mit dem Verkauf des Grosshandelsgeschäfts in Deutschland Ende Januar 2021 und dem Repair-Geschäft in Österreich im Dezember 2020 hat mobilezone die letzten beiden Schritte zur konsequenten Neuausrichtung abgeschlossen. mobilezone Deutschland wird sich auf die strategischen Geschäftsfelder «Online» und «indirekter B2B-Handel» fokussieren.

Der Online-Umsatz beträgt CHF 370 Mio. Bereinigt um den Umsatz des verkauften Grosshandelsgeschäfts entspricht dies einem Anteil von 39 Prozent am Gesamt-Umsatz. In Deutschland werden 92 Prozent des Online-Umsatzes erzielt und in der Schweiz 8 Prozent.

Wichtigste Zahlen im Überblick

  • Der Umsatz nahm von CHF 1’324 Mio. um CHF 86 Mio. (6,5 Prozent) auf CHF 1’238 Mio. ab. Währungsbereinigt lag der Umsatz bei CHF 1’283 Mio. oder 3,1 Prozent unter dem Vorjahr.
  • Mit einem EBIT von CHF 44.0 Mio. (Vorjahr: CHF 59.6 Mio.) und einer EBIT Marge von 3,6 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) konnten die kommunizierten Erwartungen, welche zwischen 38 Mio. und CHF 43 Mio. lagen, übertroffen werden.
  • Der Konzerngewinn lag bei CHF 34.5 Mio. (Vorjahr: CHF 44.4 Mio.). Währungsbereinigt lag der Konzerngewinn bei CHF 35.3 Mio.
  • Der Gewinn pro Aktie betrug CHF 0.77 (Vorjahr: CHF 1.04).
  • Die Nettoverschuldung betrug CHF 120 Mio. (Vorjahr: CHF 131 Mio.). Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA lag bei 2.22 (Vorjahr: 1.93).

 
Segment Schweiz und Österreich

  • Das Schweizer Retail- und B2B-Geschäft erzielte auf Stufe EBIT das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte.
  • Der Umsatz in der Schweiz und Österreich nahm von CHF 356 Mio. auf CHF 326 Mio. um 8,5 Prozent ab.
  • Das EBIT erhöhte sich von CHF 26.5 Mio. auf CHF 31.2 Mio., was einer Umsatzrentabilität von 9,6 Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent) entspricht.
  • Das Schweizer Retail-Geschäft entwickelte sich nach dem Lockdown in den Monaten März bis Mai sehr erfreulich. Mit 335’000 verkauften Verträgen (Postpaid, Internet und TV) konnten die Vorjahreszahlen, bereinigt um die Lockdown-Phase (Verträge: -32’000), um knapp 2,4 Prozent übertroffen werden.
  • Die Umsätze mit verkauften Dienstleistungen (Datentransfer, Einrichten von Smartphones und weiteren Services) in den Shops betrugen CHF 2.8 Mio. (Vorjahr: CHF 3.0 Mio.).
  • Der Zubehörumsatz nahm um 5,4 Prozent CHF 21.5 Mio. (Vorjahr: CHF 20.4 Mio.) zu.
  • Im B2B-Geschäft konnte die Dienstleistungen Fleet Management und Mobility Services auf CHF 3.7 Mio. (Vorjahr: CHF 3.4 Mio.) ausgebaut werden.
  •   Im B2B-Online-Geschäft wurden 21'000 Smartphones (Vorjahr: 16’500) verkauft. Dies entspricht einer Zunahme von 27 Prozent.
  • Nachdem das Reparaturgeschäft in der Schweiz und in Österreich im ersten Halbjahr insgesamt ein negatives EBIT von CHF 1 Mio. erzielt hat, konnte der Umschwung zu schwarzen Zahlen im zweiten Halbjahr erreicht werden, so dass insgesamt noch ein negatives EBIT von CHF 0.7 Mio. resultierte.
  • Der Umsatz bei TalkTalk lag bei CHF 15.9 Mio. (Vorjahr: CHF 18.2 Mio.). Der Umsatzverlust von Festnetzkunden konnte nicht vollständig durch die Mobiltelefonie kompensiert werden. Der Umsatzanteil der Mobilkunden ist auf 75 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent) angestiegen. Im Bereich der Postpaid-SIM-Karten konnte die Kundenzahl auf 31’300 (Vorjahr: 26’800) oder 16,8 Prozent ausgebaut werden.
  • Das EBIT von TalkTalk liegt bei CHF 4.8 Mio. (Vorjahr: CHF 5.6 Mio.). Die EBIT-Marge blieb bei stabilen 30,4 Prozent.


Segment Deutschland

  • Die beiden Geschäftsbereiche «Online» und «indirekter B2B-Handel» entwickelten sich sehr unterschiedlich.
  • Das Volumen im Online-Geschäft konnte um 4,6 Prozent auf über 567’000 (Vorjahr: 542’000) Mobilfunkverträge gesteigert werden. Davon wurden 492’000 Mobilfunkverträge (Vorjahr: 455’000) oder 87 Prozent (Vorjahr: 84 Prozent) über eigene Plattformen abgeschlossen.
  • Die Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie führten bei den B2B-Partnern zu Schliessungen der Verkaufsstellen, sodass 452'000 (Vorjahr: 505’000) oder 10,5 Prozent weniger Mobilfunkverträge «offline» abgeschlossen werden konnten.
  • Der Umsatz nahm von CHF 976 Mio. auf CHF 916 Mio. ab. Der Umsatz-Anteil des im Januar 2021 verkauften Grosshandelsgeschäfts beträgt CHF 0.3 Mia. mit einer Bruttogewinnmarge von 2,2 Prozent (Vorjahr: CHF 0.4 Mia. / 2,7 Prozent).
  • Das EBIT nahm von CHF 28.8 Mio. auf CHF 11.9 Mio. ab. In der Abnahme sind Restrukturierungkosten von CHF 4.8 Mio. enthalten.
  • Insgesamt wurden «online» und im «B2B-Handel» über 1‘019’000 (Vorjahr: 1’047’000) Mobilfunkverträge abgeschlossen.

 
Mit der Lancierung der nächsten Module unserer Online-Plattform in Form einer neuen Shoptech-Commerce-Lösung für unsere Marken sparhandy.de, deinhandy.de und handystar.de im ersten Halbjahr 2021 wird mobilezone in der Lage sein, den Online-Markt für Connectivity-Consumer-Elektronik noch agiler und schneller zu gestalten und neue Angebote in der Produktkategorie «Abos ohne Smartphone» zu vermarkten.

Mit pricezilla.de hat mobilezone im November eine neue Plattform lanciert, welche die neue Shoptech-Architektur zur Vermarktung von Smartphones, Tablets und Zubehör ohne Abo nutzt. Mit diesem Multimarkenansatz können sämtliche relevanten Connectivity-Consumer-Elektronik-Kundensegmente optimal erschlossen werden.

Veränderungen im Verwaltungsrat
Urs T. Fischer wird sich, nach zwölfjähriger Tätigkeit als Präsident des Verwaltungsrates, an der nächsten Generalversammlung am 7. April 2021 nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stellen. Unter seiner Führung hat sich mobilezone in den letzten Jahren eine starke strategische Position in der Telekommunikationsindustrie in der Schweiz und Deutschland erarbeitet. Sowohl Umsatz als auch Ertragskraft der Gruppe konnten in dieser Zeit erheblich gesteigert werden. Als neuen Präsidenten des Verwaltungsrates wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung Olaf Swantee, einen Experten der europäischen Telekommunikationsindustrie, vorschlagen.

Veränderungen in der Konzernleitung
Der Verwaltungsrat hat Jens Barth per 1. Januar 2021 zum Chief Digital Officer (CDO) und Mitglied der Konzernleitung ernannt. Akin Erdem ist im Zuge des Verkaufs des Grosshandelsgeschäftes Ende Januar 2021 aus der Konzernleitung ausgeschieden.

Dividendenantrag an die Generalversammlung
Der Generalversammlung vom 7. April 2021 wird eine Dividende von CHF 0.56 pro Namenaktie beantragt. Die Ausschüttung erfolgt je zur Hälfte aus dem Bilanzgewinn und aus der Reserve aus Kapitaleinlagen, was einer Ausschüttungsquote von 73 Prozent entspricht.

Ausblick 2021
Das im Mai kommunizierte EBIT-Ziel für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von CHF 61 Mio. bis 66 Mio. wird bestätigt. mobilezone erwartet einen Umsatz Im Bereich von CHF 950 Mio. mit einer EBIT-Marge von gegen 7 Prozent. Die Investitionen von CHF 12 Mio. stehen im Zusammenhang mit dem Abschluss der Modernisierung und Renovation sämtlicher Shops in der Schweiz nach einem neuen, einheitlichen Design-Konzept bis 2022 sowie insbesondere die Investitionen in die Online-Plattformen in Deutschland und in der Schweiz. Die Neupositionierung von mobilezone ist mit dem Verkauf des Grosshandelsgeschäftes abgeschlossen. Die Gruppe ist ausgezeichnet aufgestellt und sieht einer positiven Weiterentwicklung entgegen.

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