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Würth Haus Rorschach. Eine gläserne Hülle, deren Material zwischen Transparenz und Reflexion changiert und die Besonderheit und Schönheit des Ortes vielfach wiedergibt (Bild: Thies Wachter)

Würth in der Schweiz - Transparenz und Offenheit in bester Lage

26. Mai 2014 | 10:40 Autor: MARK.KOM Schweiz

Heiden (CH) Lichtspiele – mit diesem Konzept überzeugten die Züricher Architekten Gigon / Guyer im Wettbewerb um das neue Würth Haus Rorschach. Die faszinierend schimmernde gläserne Hülle mit einlaminierten Sefar-Architekturgeweben steht für den einladenden Charakter des neuen Verwaltungsgebäudes mit Ausbildungs- und Trainingszentrum sowie Kongress-bereich und Kunstforum am Schweizer Standort Rorschach.

Im Inneren überzeugen die grünlich-kristallinen Baukörper mit lichtdurchfluteten Arbeits-, Kommunikations- und Erholungszonen sowie großzügigen Raumzusammenhängen für Ausstellungen der Kunstsammlung Würth.

Vorgehängte Glasfassade
Wohl kaum ein anderer Baustoff bringt so viel Offenheit in die Architektur wie Glas. Mit ihm entsteht lichter Raum – und eine Integration der äußeren Umgebung gleichermaßen. Glas schafft wie kein anderer Werkstoff die «barrierefreie» Verbindung zwischen innen und außen. Die faszinierenden Farb- und Lichteffekte des Sees spiegeln sich in der vorgehängten Glasfassade wider und so «fügt sich die Architektur bestens in die bestehende Umgebung und Landschaft ein», so CEO Michel Kern von Auftraggeber Würth International AG über das Siegerprojekt von Gigon / Guyer, das aus einem Wettbewerb unter zwölf national und international bekannten Architekturbüros hervorging.

Eine gläserne Hülle, deren Material zwischen Transparenz und Reflexion changiert und die Besonderheit und Schönheit des Ortes vielfach wiedergibt, repräsentiert das Bauwerk in der Außendarstellung. So wie der See permanent sein Gesicht verändert, greift die Glashaut die Reflexe von Himmel und Wasseroberfläche im Verlauf der Tages- und Jahreszeiten auf.

Höchster Anspruch
an die Glasverarbeitung
Rund 1750 Verbundgläser «VSG Swisslamex Tissue» – gefertigt von Glas Trösch AG, St.Gallen – bilden die insgesamt etwa 7800 m2 umfassende, vorgehängte Fassadenfläche. So entstand ein feingliedrig rhythmisierter gläserner Vorhang, der das Gebäude nicht nur vor Seewind und Straßenlärm, sondern auch vor Wärmeeinstrahlung und Auskühlung schützt.

Die kleinsten Elemente haben einen doppelten Aufbau mit 2 x 12 mm teilvorgespanntem Glas (TVG), die größten einen dreifachen mit 3 x 12 mm TVG. Im Verbund zwischen den einzelnen Gläsern ist das einseitig aluminiumbeschichtete SEFAR® Architecture VISION Gewebe AL 140 / 70 einlaminiert, das klimatische und vor allem optische Funktionen am Gebäude übernimmt. Weil alle Glaselemente in unterschiedlichen Winkeln zueinander stehen, sind alle Glaskanten sichtbar. Deshalb wurden alle Glaskanten vor dem Verbund mit einem speziellen Vlies eingefasst und danach wurde – um Lufteinschlüsse zu vermeiden – jedes Glas einzeln in einen Vakuumbeutel eingeschweißt.

  • Glas schafft wie kein anderer Werkstoff die «barrierefreie» Verbindung zwischen innen und außen. Das im Glas einlaminierte Sefar-Architekturgewebe reduziert die Sonneneinstrahlung, gleichzeitig lässt das offenmaschige Gewebe eine nahezu uneingeschränkte Durchsicht nach außen zu (Bild: Thies Wachter)
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  • Rund 1750 Verbundgläser mit einlaminierten Sefar-Architekturgeweben bilden den insgesamt etwa 7800 m2 umfassenden, feingliedrig rhythmisierten gläsernen Vorhang, der das Gebäude vor Seewind, Straßenlärm und vor Wärmeeinstrahlung bzw. Auskühlung schützt (Bild: Aepli Management AG, Gossau)
    uploads/pics/wuerth-sefar-Aepli_Management-wirtschaftszeit.jpg

Sefar AG | Architecture

Hinterbissaustrasse 12, CH-9410 Heiden
Schweiz
+41 71 89857-00

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