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Im Rahmen des Master-Wahlfachs „Lichtdesign“ der HTWG Konstanz wurde in Kooperation mit Fluora der Wettbewerb „Pendelleuchte“ als universitäre Praxisübung ausgeschrieben. Die Studierenden haben sich der Herausforderung gestellt, auf Basis einer LED-Platine mit den Baumaßen 270x35 mm (LxB) und dem dazugehörigen Konverter eine Pendelleuchte – wahlweise als Wohnraumleuchte oder als Arbeitsplatzbeleuchtung – zu entwickeln

Fluora Leuchten AG Herisau (CH) und HTWG Konstanz (D) initiieren Wettbewerb „Pendelleuchte“

15. Oktober 2013 | 10:55 Autor: MARK.KOM Schweiz, Deutschland

Herisau/Konstanz (CH/D) Minimale Vorgaben, maximale Gestaltungsfreiheit. Im Rahmen eines Wettbewerbs der Schweizer Fluora Leuchten AG (Herisau) und der HTWG Konstanz (D) hatten die Studenten für Architektur und Gestaltung nahezu freie Hand: Zwei 30 cm lange LED-Module waren die Grundlage für die Entwicklung einer neuen Pendelleuchten-Generation.

In der praktischen Umsetzung konnten sich die Teilnehmer in Formensprache und Materialwahl ohne Einschränkung verwirklichen. Die unabhängige Jury mit Vertretern der Industrie, der Architektur, der Medien sowie der Universität selbst hat mit „Pure“ von Franziska Schall ein handwerklich anspruchsvolles Projekt zum Sieger erklärt.

Der LED-Technologie gehört die Zukunft – darin sind sich Planer, Designer und Hersteller professioneller Lichtlösungen einig. Längere Lebensdauer, höhere Energieeffizienz und geringerer Verbrauch gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln wie Glühbirnen oder Leuchtstoffröhren machen LEDs zum spannenden Ausgangsmaterial völlig neuer Ideen und Entwicklungen. Was liegt daher näher, die Kreativität der zukünftigen Architekten und Gestalter mit dem Know-how eines etablierten Leuchtenherstellers verbinden?

Projekt „Pendelleuchte“
LEDs erobern den Markt und erlauben eine vollkommen neue Formensprache. Gleichzeitig bietet der Technologiewandel Leuchtenherstellern eine deutlich erweiterte Palette an innovativem Potenzial.

Im Rahmen des Master-Wahlfachs „Lichtdesign“ der HTWG Konstanz (D) wurde ein Wettbewerb zur Gestaltung einer LED-Pendelleuchte ausgeschrieben. Sieben Studierende haben sich der Herausforderung gestellt, auf Basis einer LED-Platine mit den Baumassen 270x35 mm (LxB) und dem dazugehörigen Konverter eine Pendelleuchte – wahlweise als Wohnraumleuchte oder als Arbeitsplatzbeleuchtung – zu entwickeln. Die erweiterte Anforderung definierte sich in der Aufgabe, das formale Konzept so zu wählen, dass daraus in weiterer Folge eine Leuchtenfamilie mit Steh- und Wandleuchte abgeleitet wer-den könnte.

Die beiden Kursleiter Prof. Myriam Gautschi (Hochschule Konstanz, Technik|Wirtschaft|Gestalten) und Lichtdesigner Mario Rechsteiner (art light GmbH St.Gallen) sowie Wendelin Egger (Fluora Leuchten AG), Andreas Imhof (AIR Architekten), Cedric Bosshart (Klaiber Partnership) und Sven Horsmann (Luxlumina) stellten die fachlich hochkarätige Jury.

Win-win-Situation
Der Wettbewerb versteht sich nicht als Selbstzweck, sondern als universitäre Praxisübung zum Wissens-Transfer. Schließlich zählt Leuchtendesign, Leuchtenherstellung und architektonische Lichtanwendung zum „daily business“ der Jury-Mitglieder. Wendelin Egger, Mitglied der Fluora-Geschäftsleitung: „Der Dialog mit den Studierenden fördert die Weiterentwicklung in alle Richtungen. Als innovationsfreudiges Unternehmen nutzen wir die Gelegenheit, den Kontakt zu den Entwicklern und Planern der Zukunft auf eine persönliche Basis zu stellen. Unsere schlanke Struktur ermöglicht es, deren Impulse auch kurzfristig aufzunehmen und umzusetzen.“ Prof. Myriam Gautschi und Mario Rechsteiner, die Kursleiter, ergänzen: „Dieser Praxisbezug eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, sich bei potenziellen Auftrags- und Arbeitgebern zu präsentieren.“

Verschiedene Zugänge, ein gemeinsames Ziel
Die Ergebnisse stellten die Jury-Mitglieder vor eine weitere Herausforderung. Denn alle sechs Teilnehmer/innen konnten mit eigenständigen funktionalen Lösungen überzeugen. Anhand eines Kriterienkatalogs wurden schließlich Punkte in den Einzelwertungen Funktion, Technik, kreative Umsetzung, Gestaltung, Material, Innovation und Emotion vergeben. Die beiden Kursleiter Prof. Myriam Gautschi und Mario Rechsteiner hoben die technischen Details der einzelnen Entwürfe hervor, z.B. die Anpassung des Lichtambientes von Wohnraumleuchten im Vergleich zu Arbeitsplatzleuchten. Für Leuchtenhersteller Wendelin Egger stand darüber hinaus das Potenzial für eine Serienproduktion im Mittelpunkt.

Design „Pure“
Das Siegerprojekt „Pure“ von Franziska Schall besticht mit einem Lampenschirm aus hunderten kleinen Kartonstreifen, die durch ihre Beschaffenheit das Licht angenehm abstrahlen. Die Siegerin Franziska Schall dazu: „Wellpappe, Licht und Schatten gehen auf diese Weise eine warmherzige Symbiose ein.“ Vor allem die Veränderung des traditionellen Leuchtenschirms durch minimale Verformung zum Oval hat den Gestaltungsgedanken von „Pure“ auf feinsinnige Weise herausgestrichen.

Präsentation und Auszeichnung
Highlight des Wettbewerbs stellte die Präsentation der Entwürfe und die Auszeichnung der Sieger dar. Am 10. Oktober 2013 öffnete Wendelin Egger für diese Veranstaltung die Tore der Fluora Leuchten AG im Schweizer Herisau. Franziska Schall darf sich über die Auszeichnung, die fachliche Kooperation mit den Spezialisten der Fluora Leuchten AG sowie die erweiterte Dokumentation ihrer Kreativkompetenzen im Architektur- und Gestaltungs-Metier freuen. Darüber hinaus honorierte Fluora die drei besten Entwürfe mit einem Geldpreis.

  • Das Siegerprojekt „Pure“ von Franziska Schall besticht mit einem Leuchtenschirm aus hunderten kleinen Kartonstreifen, die durch ihre Beschaffenheit das Licht angenehm abstrahlen. Die Siegerin Franziska Schall dazu: „Wellpappe, Licht und Schatten gehen auf diese Weise eine warmherzige Symbiose ein.“ (Bilder: Fluora)
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