Obwaldner Kantonalbank mit ausgezeichnetem Jahresergebnis 2021

Obwaldner Kantonalbank mit ausgezeichnetem Jahresergebnis 2021
Bruno Thürig, CEO Obwaldner Kantonalbank

Sarnen (CH) Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) präsentiert ein ausgezeichnetes Ergebnis 2021. Der Geschäftserfolg beträgt 32,03 Millionen Franken. Erstmals überschreitet die Bilanzsumme die 6-Milliarden-Franken-Grenze. Ein starkes Wachstum, ein sehr gutes Börsenjahr und die Kostenentwicklung prägen das Geschäftsjahr.

Das ausgewiesene Ergebnis bestätigt, die OKB blickt auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr 2021. Sie erzielt Spitzenwerte bei den wichtigsten Ertragspositionen. «Mit dem Ergebnis 2021 sind wir sehr zufrieden. Der Höhenflug der Börse hat sich besonders positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Auch zeigt sich, dass unser Weg der persönlichen, individuellen und gesamtheitlichen Beratung einem echten Kundenbedürfnis entspricht», sagt CEO Bruno Thürig.

Über zehn Millionen Franken für Obwalden
Die OKB entrichtet dem Kanton Obwalden 10,69 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie. Das sind rund 280 Franken pro Obwaldnerin und Obwaldner. Zudem zahlt sie pro Partizipationsschein eine Dividende von 37 Prozent aus. Bei einem Jahresendkurs von 1140 Franken entspricht das einer Rendite von 3,25 Prozent.

Sehr zufrieden mit Zinsengeschäft
Der wichtigste Ertragspfeiler der Bank, das Zinsengeschäft, hat sich 2021 äusserst positiv entwickelt. Der Brutto-Erfolg im Zinsengeschäft ist um 2,1 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend für die Zunahme ist einerseits das Wachstum der Kundenausleihungen um 3,0 Prozent. Anderseits das aktive Bewirtschaften der durch die Schweizerische Nationalbank festgelegten Freigrenze. Negativzinsen zahlen bei der OKB fast ausschliesslich institutionelle Kunden, nur in ganz seltenen Fällen Privat- und Firmenkunden.

Börse beflügelt Anlagegeschäft
Um 9,7 Prozent gestiegen sind die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Dieses partizipiert mit 8,66 Millionen Franken am Bruttoerfolg. Dank einem ausserordentlich guten Börsenjahr steuern das Handelsgeschäft und der übrige ordentliche Erfolg weitere 8,99 Millionen Franken an den Bruttoerfolg bei. Der Handelserfolg übertrifft mit 5,00 Millionen Franken das Ergebnis des Rekordjahres 2019 um 16,4 Prozent.

Kostenentwicklung stabil gehalten
Der Geschäftsaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 6,4 Prozent auf 33,17 Millionen Franken. Der während des Jahres durchschnittlich um 3,2 Prozent höhere Bestand an Vollzeitstellen wirkte sich auf die Personalkosten aus. Weitere gezielte Investitionen in die Digitalisierung führten auch im Sachaufwand zu höheren Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr. Das gute Aufwand-Ertrags-Verhältnis, die sogenannte Cost-Income-Ratio, von 49,0 Prozent bestätigt die hohe Effizienz der Bank.

Gesundes Wachstum im Kerngeschäft
Die Bilanzsumme übersteigt erstmals die 6-Milliarden-Franken-Grenze. Sie wächst 2021 um 493,07 Millionen Franken. Davon entfallen 372,62 Millionen Franken auf die flüssigen Mittel. Mit einem Hypothekarvolumen von über 3,6 Milliarden Franken ist die OKB die bedeutendste Hypothekarbank in Obwalden. Das Wachstum im Kerngeschäft ist mit 141,10 Millionen Franken respektive 4,1 Prozent praktisch gleich hoch wie in der Vorjahresperiode. Um 183,51 Millionen Franken zugenommen hat auch das Volumen der Kundeneinlagen. Sie belaufen sich per Ende 2021 auf 4,3 Milliarden Franken.

Die Eigenkapitalquote vor Gewinnverwendung von 8,6 Prozent der Bilanzsumme weist die OKB als eine gut kapitalisierte und sehr stabile Bank aus.

Grundstein für nachhaltiges Unternehmertum gelegt
Der Bankrat hat im September 2021 die Nachhaltigkeitsstrategie als Teil der Unternehmensstrategie verabschiedet. Sie stützt sich einerseits auf die acht am besten zum Geschäftsmodell der Obwaldner Kantonalbank passenden UN-Nachhaltigkeitskriterien. Andererseits auf ökonomische, ökologische und soziale Grundsätze. Die OKB wird 2022 eine fundierte Basis für ein aussagekräftiges Reporting schaffen, sodass sie per 1. Januar 2023 damit starten kann.

Mit ihrem neuen Hauptsitz setzt die OKB ein klares Zeichen für ihr Verständnis von nachhaltigem Unternehmertum. Der Baustoff: Holz. Die Auftragsvergabe: zu 70 Prozent an Obwaldner Firmen. Energie: eine 33,8 Kilowatt-Peak grosse Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Mobilitätskonzept: umgesetzt. Das Projekt präsentiert sich im Kanton Obwalden als Leuchtturm im nachhaltigen, öffentlichen Baubereich.

Erneute Investitionen in die Präsenz vor Ort
In den letzten zehn Jahren hat die OKB kontinuierlich in ihr Filialnetz investiert. Vier der sieben Filialen sind bereits nach dem neuen Filialkonzept umgebaut. Dieses legt den Fokus auf die individuelle und persönliche Beratung. 2022 werden zwei weitere Filialen folgen: Sachseln und Engelberg. Die Filiale Sachseln wird in die Räumlichkeiten der ehemaligen Poststelle umziehen. Der Umbau ist im Gange. Der Umzug erfolgt voraussichtlich im November. Ebenfalls im November wird der Umbau der Filiale Engelberg abgeschlossen sein. Der Beginn der zweiten Umbauphase ist nach Ostern geplant.

Neuer Hauptsitz eingeweiht
Der 30. August 2021 war ein geschichtsträchtiger Moment für die OKB und ihre Mitarbeitenden. Die OKB heisst ihre Kundinnen und Kunden erstmals in ihrem neuen Hauptsitz Quadrum in Sarnen Nord willkommen. Im Oktober 2017 hatte die Bank das Siegerprojekt bekanntgegeben. Im Juni 2019 erfolgte der Spatenstich. Es ist der OKB-Hauptsitz für die kommenden Generationen Obwaldnerinnen und Obwaldner. Denn letztmals hat die Bank vor 112 Jahren einen neuen Hauptsitz bezogen. Das Gebäude bietet der Bank die nötigen Raumverhältnisse für eine gesunde Weiterentwicklung in den kommenden Jahren.

Ein weiterer besonderer Moment liess wegen der Pandemie auf sich warten. Nun ist es soweit: Am Samstag, 9. April 2022 findet der Tag der offenen Tür statt. Die OKB lädt die Obwaldner Bevölkerung ein, den neuen Hauptsitz zu besichtigen.

Platz für Neues
Nach 2020 und 2021 hat die OKB aufgrund der Pandemie auch die Partizipanten-Versammlung 2022 abgesagt. Der Bankrat und die Geschäftsleitung haben nun entschieden, den seit 1988 durchgeführten Anlass abzuschaffen. «Ein Anlass in dieser Art und in dieser Grössenordnung ist heute kaum mehr vorstellbar», sagt Bankratspräsident Daniel Dillier zum Entscheid. «Eine abgespeckte Version der Partizipanten-Versammlung kam für uns nicht in Frage. Deshalb haben wir entschieden, das Geld zukünftig in andere Projekte zu investieren, von denen unsere Kundinnen und Kunden profitieren können.»

Ausblick Geschäftsjahr 2022
Für das laufende Jahr ist die Grundstimmung positiv. Die OKB rechnet nach dem ausgezeichneten Jahresergebnis 2021 für 2022 mit einem durchschnittlichen – aber auf hohem Niveau verlaufenden – Geschäftsjahr. Sie geht von einem kleineren Wachstum und von einem eher durchschnittlichen Börsenjahr aus.

Bankintern stehen grosse Veränderungen an. CEO Bruno Thürig verlässt die OKB Ende April 2022. Während zwanzig Jahren hat er die Bank erfolgreich geführt, entwickelt und geprägt. Er wird seiner Nachfolgerin ein bestens aufgestelltes Unternehmen übergeben. Die 54-jährige Margrit Koch ist in Engelberg wohnhaft. Sie wird Anfang April bei der OKB beginnen und die Leitung der Bank am 1. Mai 2022 übernehmen.


 

Obwaldner Kantonalbank

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