Nachhaltige Mobilität

Nachhaltige Mobilität
Die passionierte Bergläuferin Charlotte Dewilde ist Nachhaltigkeitsmanagerin bei der RLB Tirol.

Wenn wir unsere CO2-Emissionen ernsthaft und nachhaltig drosseln wollen, werden die meisten von uns ihr Mobilitätsverhalten ändern müssen – privat wie beruflich. Unternehmen können und sollten diesen Veränderungsprozess schon jetzt unterstützen und damit beschleunigen. Wie, das verrät Charlotte Dewilde, Nachhaltigkeitsmanagerin der RLB Tirol, im nachfolgenden Finance Life Hack.

Wussten Sie, dass 30 Prozent der Gesamttreibhausgasemissionen in Österreich durch den Verkehr verursacht werden? Dieser Umstand soll und muss sich in den kommenden Jahrzehnten grundlegend ändern. Drei Schlagworte fallen mir dazu ein: Vermeiden – Verlagern – Verbessern. Vermeiden beginnt mit Bewusstseinsbildung. Wenn sich Unternehmen nicht selbst aktiv für Nachhaltigkeit einsetzen, kommen die Mitarbeiter:innen nicht plötzlich alle mit den Öffis ins Büro. Verlagern oder Umsteigen auf umweltfreundlichere Alternativen und Sharing-Systeme ist ein nächster wichtiger Schritt. Ich denke da zum Beispiel an die Kostenübernahme für ÖPNV-Fahrkarten oder an Schnuppertickets für neue Mitarbeiter:innen. Die letzte Meile ist dabei immer die größte Herausforderung. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist meist die praktischste Lösung. Aber natürlich sollte das Unternehmen dann die entsprechende Infrastruktur bereitstellen. Eine überdachte Fahrradabstellanlage und Duschen sind also alles andere als unnötiger Luxus.

E-FUHRPARK ALS ZIEL
Last, but not least geht es auch darum, bessere Technologien einzusetzen – also weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroauto, insbesondere wenn wir bestimmte Destinationen nur mit motorisiertem Individualverkehr erreichen können. Die Bereitstellung von E-Bikes und Elektrofahrzeugen für Dienstfahrten und Dienstreisen trägt dabei nicht nur zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei, sondern erhöht auch das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität. Ziel sollte natürlich die vollständige Elektrifizierung des gesamten Fuhrparks sein. Bei nachhaltiger Mobilität geht es nicht nur um die Reduzierung von CO2 und die Eindämmung der Luftverschmutzung (hauptsächlich durch NOX), sondern auch um das Stau- und Parkplatzproblem. Wenn wir alle weiterhin allein mit einem viersitzigen Auto zur Arbeit fahren, bleiben wir halt mit dem Elektroauto im Stau stecken. Zum Glück gibt es kreative Denker wie etwa die Macher der Mitfahrbörse-App „ummadum“, die schon jetzt überraschende Lösungen anbieten. Über die App können beispielsweise sowohl Fahrten angeboten wie auch Mitfahrgelegenheiten gesucht werden. Selbst wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, wird mit Punkten belohnt, welche dann im regionalen Handel oder in der Betriebskantine verwendet werden können.

GAMIFICATION MOBILISIERT
Zudem empfehle ich im Sinne der Umwelt und für eine bessere Work-Life-Balance, auch nach der Corona-Zeit eine Home-Office-Regelung beizubehalten. „Gamification“ funktioniert ebenfalls gut, um Mitarbeiter:innen nachhaltig zu mobilisieren. Die Aktion „Tirol radelt“ bietet hierfür ein perfektes niederschwelliges Angebot. Genau wie Kinder gewinnen auch Erwachsene gerne, und Wettbewerbe wirken sowieso immer ansteckend. Aber wir sollten nicht nur mehr radeln oder zu Fuß gehen, weil es nachhaltiger, sondern auch weil es gesünder ist. Und für alle, die noch ein Jahresabschlussgeschenk für ihre Mitarbeiter:innen suchen: Hochwertige Regenkleidung steht allen gut.

Weitere Finance Life Hacks, etwa zum Thema Liquiditätsmanagement und hybride Führung finden Sie in der neuen Ausgabe des Raiffeisen kompakt-Magazins, ab Seite 30.
kompakt 02 | 2021 (raiffeisen.at)

Über Charlotte Dewilde
„Belgian athlete living in the Alps“, steht als Kurzbeschreibung in ihrem Linked-In-Profil. Aus Liebe zum Berglauf zog es die 27-jährige Spitzensportlerin und studierte Kreislaufwirtschaftsexpertin vor knapp eineinhalb Jahren nach Tirol. Seither läuft Charlotte Dewilde nicht nur sportlich, sondern auch beruflich auf der Überholspur. Wie zuletzt etwa bei der Tour de Tirol in Söll, wo sie die 3-Tages-Gesamtwertung über 75 Kilometer und 3.500 Höhenmeter bei den Damen für sich entschied. Mit einem Ruhepuls von knapp über 30 baut sie unter der Woche gemeinsam mit ihrem Kollegen Martin Stolz seit April 2021 das Nachhaltigkeitsmanagement der RLB Tirol auf. Und geht dabei in Sachen nachhaltiger Mobilität natürlich mit bestem Beispiel voran. Von ihrem Wohnort im Wipptal fährt sie an ihren Bürotagen erst mit dem Zug nach Innsbruck und dann weiter mit dem Rad ins Ersatzquartier nach Rum.

 

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