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25 Jahre Institut für Mikro- und Nanotechnologie MNT an der NTB Buchs

10. Mai 2019 | 09:07 Autor: NTB Startseite, Schweiz

Buchs (CH) Das Institut MNT der NTB Buchs feierte seinen 25. Geburtstag. Prof. Dr. André Bernard, der seit 14 Jahren das Institut MNT leitet, organisierte mit seinem Team einen Event mit Vorträgen, Laborbesichtigungen und mehr. Der Anlass stiess auf reges Interesse: rund 170 Teilnehmer sind der Einladung gefolgt. 

Eingeladen wurden Industrievertreter, aber auch Alumni der Studienrichtung Mikrotechnik, ehemalige Mitarbeitende aus dem Institut MNT bzw. IMS und ehemalige Physiklaboranten. Das Institut wird in Zukunft weitere Konferenzen rund um Mikro- und Nanotechnologie durchführen.

Grosses Interesse an winzigen Teilen
Dr. Bruno Michel von IBM Research startete als Keynote-Speaker die Serie von ausgewählten Vorträgen. Er betonte, dass effiziente Mikrosysteme dann am besten sind, wenn deren Engineering sich an biologischen Vorbildern orientiert. Hierarchische Strukturen, hohe Integrationsdichte und kurze Wege mit sehr geringen Widerständen für die Informationsübermittlung sind dabei der Schlüssel. Er zeigte mit einer Reihe von Beispielen, wie IBM das Prinzip erfolgreich für Rechenzentren anzuwenden versteht. Analog dem menschlichen Hirn kann die Kühlflüssigkeit des hochdichten Rechners auch gleich als die Energieversorgung der Prozessoren dienen. Er spannte den Bogen bis hin zu Wearables und sogar „Hearables“, die am Körper getragen -  oder eben im Ohr - Informationen für unsere Gesundheit aufnehmen und auch gleich dort verarbeiten.

Dr. Tobias Lamprecht von der vario-optics AG in Heiden zeigte, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit des Instituts MNT mit der Industrie eine neue Generation von Leiterplatten mit optischen „Leiterbahnen“ zu neuen Produkten führen kann. Dafür erhielt das Institut den Swiss Technology Award. Donato Bonfrate von II-VI Laser Enterprise und Marc Gubser von Sensirion berichteten ebenfalls über faszinierende Mikrotechniken aus ihren Unternehmen. Valentin Strässle und Cornelia Nef (beide NTB) zeigten in ihren Referaten Einblicke in Projektarbeiten aus dem MNT.

Networking inklusive
Zum Schluss zündete Walter Planitzer von der bzb Mensa ein kleines kulinarisches Feuerwerk, die NanoTechBar schenkte Virgin-Mojitos mit Minzblättern aus flüssigem Stickstoff aus. Beste Grundlagen für entspannten Small Talk und Networking.

Wachstum dank Mikro- und Nanotechnologie
Im September 1993 wurde das Institut für Mikrosystemtechnik IMS in Buchs gegründet. Davor gab es an der NTB Buchs lediglich Labore und kleinere Arbeitsgruppen. Bereits damals war der Gedanke der Systemtechnik verankert: Mikrosysteme sind komplexe miniaturisierte Systeme, die aus einer Reihe von Bauteilen durch spezifische Herstellprozesse aus der Chipindustrie entstehen. Anfangs 2005 wurde das Institut IMS zum heutigen Institut für Mikro- und Nanotechnologie MNT umbenannt. Der Grund war, dass noch kleinere Strukturen für die Industrie wichtig wurden.

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