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(v.l): Marc Brüngger (AlpenPionier), Carlo Weber (AlpenPionier), Andreas Näscher (Nominierter Bauer und AlpenPionier), Florian Bernardi (Bioberatung Liechtenstein), Emanuel Schütt (AlpenPionier) (Bild: Alpenpionier)

AlpenPionier und Andreas Näscher gemeinsam für den agroPreis 2018 nominiert

26. September 2018 | 09:32 Autor: Alpenpionier Startseite, Schweiz

Tschiertschen (CH) Die junge Formation der AlpenPioniere hat sich ein klares Ziel gesetzt: die alte Kulturpflanze Hanf soll zurück auf unsere Teller. Im vergangenen Jahr wurde der Grundstein mit einem gross angelegten Crowdfunding mit Einnahmen von 82‘000 Euro durch 388 Unterstützer gelegt.

Nach Gründung der AlpenPionier AG und einem erfolgreichen Start mit einer Anbaufläche von etwas mehr als 10 Hektar Lebensmittelhanf im Jahr 2017, haben die Pioniere ihre Anbaufläche im 2018 auf über 46 Hektar vervielfacht. Jetzt wurde das innovative Unternehmen aus über 50 teilnehmenden Projekten aus der ganzen Schweiz für den agroPreis 2018 nominiert.

An der Pressekonferenz am 21. September, auf dem Hof von Bio-Landwirt Andreas Näscher in Mauren Liechtenstein, geben die AlpenPioniere die Nominierung bekannt. Andreas Näscher, Bio-Landwirt seit 20 Jahren, hat in diesem Jahr 10 Hektar Lebensmittelhanf für die Alpenpioniere angebaut und sich mit ihnen zusammen für den begehrten agroPreis beworben. „Wir sind überglücklich, dass wir für den agroPreis nominiert wurden. Ich sehe grosses Potenzial im Anbau von Lebensmittelhanf für Liechtenstein und für die ganze Schweiz“, freut sich Andreas Näscher. Der Landwirt ist zu Beginn des Jahres zu den Alpenpionieren gestossen und beteiligt sich an diversen Versuchen zur geeigneten Kultivierung und Ernte des Lebensmittelhanfes.

Der agroPreis ist eine einzigartige Auszeichnung für Innovationen in der Schweizer Landwirtschaft. Mit dem Wettbewerb werden seit 1993 die Entwicklung neuer Marktideen und die Kreativität Schweizer Landwirte gefördert und prämiert. Der agroPreis wird jährlich von der Emmental Versicherung, unter dem Patronat des Schweizer Bauernverbandes, verliehen. Die Auszeichnung wird von den Medienpartnern «Schweizer Bauer» und «Terre & Nature» sowie dem Schweizerischen Landmaschinenverband, Agrisano, IP-SUISSE, Migros und Schweizer Hagel als Partner unterstützt.

Hanf, neues Image als gesundes Lebensmittel, die Nachfrage steigt
Mittlerweile bauen mehr als 30 Bio-Bauern vom Thurgau bis ins Puschlav auf einer Fläche von ca 67 Fussballfeldern die robuste Pflanze für AlpenPionier an. Geerntet werden die Hanfsamen, die sogenannten Hanfnüsse, mit einem Mähdrescher. „Es braucht schon ein bisschen

Fingerspitzengefühl, um den Hanf zu dreschen. Mittlerweile haben wir aber den Dreh raus“, schmunzelt Martin Senn, Lohnunternehmer und Drescherpilot aus Haag.

Die Produktepalette ist seit dem letzten Jahr ebenfalls gewachsen. AlpenPionier produziert nebst den HanfNüssen, dem HanfOel und dem HanfPulver auch KinoHanf - geröstete und gesalzene HanfNüsse zum Snacken - , HanfPasta und in Kooperation sogar eine HanfSeife.

Rebecca Clopath, Naturköchin und Geschmacksdirigentin bei AlpenPionier hat mittlerweile ein Hanf-Kochbuch mit schmackhaften Hanfrezepten geschrieben und mehrere Hanf-Kochkurse veranstaltet. Die Spitzenköchin: „Die Kursteilnehmer sind sehr interessiert, wie sich unsere Hanfprodukte in der Küche einsetzen lassen. Die Nüsse und deren Produkte sind sehr vielseitig einsetzbar und machen den Geschmack einzigartig“

Regional produzierte Lebensmittel sind im Trend. Der Konsument möchte wissen, woher die Lebensmittel kommen, die er kauft. Lebensmittelhanf kommt da genau zum richtigen Zeitpunkt und wird zunehmend als gesunde, regionale Speisepflanze wahrgenommen. „An Messen und Märkten haben wir eine Vielzahl an Interessenten die wir über Lebensmittelhanf informieren können und bekommen viele positive und ermutigende Rückmeldungen von Jung und Alt“, berichtet Carlo Weber, Mitgründer der AlpenPionier AG. „Hanf benötigt noch immer viel an Aufklärungsarbeit, aber als Superfood aus der Schweiz ist diese Erklärung schnell gegeben.“ Der Vorteil liegt an der äussert bemerkenswerten Zusammensetzung der Hanfnuss, berichtet Weber weiter. Diese besteht nämlich aus 25% pflanzlichem Eiweiss und über 30% aus pflanzlichem Öl, welches wiederum zu mehr als 80% aus den essentiellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 besteht.

„Mit Hanf produziere ich ein gesundes Lebensmittel. Die Proteinerträge pro Hektar sind enorm“, so Näscher weiter. „Die diesjährige Trockenheit konnte meinem Hanf wenig anhaben. Je nach Bodenbeschaffenheit konnten wir teilweise sogar Spitzenerträge ernten.“

Verkauft werden die Produkte über den eigenen Onlineshop, sowie bei mittlerweile über 50 Bioläden, Drogerien und Spezialitätenläden in der ganzen Schweiz. Eine grossflächige Zunahme von Verkaufsläden im Jahr 2019 ist derzeit in Planung.

  • (Bild: Alpenpionier)
    uploads/pics/2_alpenpionier.jpg

AlpenPionier AG i.G.

Platz 28, 7064 Tschiertschen
Schweiz

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